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Mit Hörnerklang ins neue Jahr
Jagdhornbläser Schloss Fußgönheim stimmen im Schlosshof auf 2012 ein

Zum zwölften Neujahrsempfang hatten die Jagdhornbläser Schloss Fußgönheim am Neujahrsmorgen in den Schlosshof Fußgönheim geladen. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen, um musikalisch ins Jahr 2012 zu starten. Auch die Jugendformation des Vereins stellte ihr Können am Horn unter Beweis.
 
Die Straßen sind wie leer gefegt. Lediglich ein, zwei Fußgönheimer sind gerade dabei, ausgebrannte Feuerwerksbatterien und Raketenhölzer aus ihren Vorgärten zu räumen. Kein Wunder, denn am Neujahrsmorgen tummeln sich die meisten Einwohner im Schlosshof, um den Klängen der Jagdhornbläser zu lauschen. „Natürlich, Ausschlafen, das wäre am Neujahrstag schon was Feines”, sagt Jörg Heidemann, Vorsitzender des Vereins. „Aber unser Empfang gehört seit nunmehr zwölf Jahren einfach zum Start ins neue Jahr dazu.”
Umso erfreulicher ist es, dass auch zu Beginn 2012 wieder zahlreiche Musikbegeisterte ihren Weg zu den Musikern gefunden haben. „Ich komme seit etlichen Jahren am ersten Januar hier ins Schloss. Die Musik ist einfach toll und die Atmosphäre ist grandios”, sagt Hermann Hahn. „Klar, ungemütlich ist es bei diesem Nieselregen schon, aber zum Glück ist es nicht so kalt wie in den vergangenen Jahren.” Das findet auch Brigitte Rode, die extra aus Ludwigshafen-Maudach gekommen ist: „Ich muss gestehen, im Schnee ist die Atmosphäre noch mal eine ganz andere. Aber mit diesem milderen Klima ist das Zuhören doch angenehmer.”
 
Pünktlich um elf Uhr formieren sich die Jaghornbläser dann zu ihrem offenen Dreieck. Die Hörner zum Publikum gerichtet ertönen die Klänge der „Neujahrsglocken” aus Horst Ifflands Hubertus-Messe. „Die gehören einfach als Konzerteröffnung ins Programm”, sagt Hornmeister Ingo Dorn. Beschwingte Titel wie etwa „Die Jagd geht auf” oder „Hinter dem Fuchs” folgen und stellen abermals unter Beweis, dass sich die Jagdhornbläser nicht auf vergangenen Erfolgen wie ihrem Konzert im Hambacher Schloss oder der Landesgartenschau ausruhen. „Wir haben diese Stücke ganz neu gelernt, feiern heute also Premiere”, sagt Heidemann. Doch auch bewährte Lieder wie die „Hornmeisterfanfare” oder der „Hessische Reiterruf” dürfen nicht fehlen.
Nach weiteren Jagdrufen haben die Kinder und Jugendlichen der Nachwuchs-Jagdhorn Formation ihren großen Auftritt. Allen voran die zehnjährige Jana und ihre siebenjährige Schwester Cara. Die Mädchen sind durch Opa Ingo Dorn zum Instrument gekommen und seit etwa zwei Jahren dabei. "Mein Lieblingslied ist der Kaninchentod", sagt Jana und hält ihr Horn triumphierend in die Höhe. Auf die Frage, ob dieser Titel nicht etwas makaber sei, antwortet sie keck: „Na ja, es sind eben Jagdlieder, weißt du?” Und so zelebriert sie mit ihren jungen Mitspielern an diesem Morgen den Jägeralltag mit weiteren Stücken wie etwa „Der Has' ist tot” und „Jägersleut versammelt euch”. Weitere Lieder der erwachsenen Bläser schließen sich an, ehe das Konzert erst im "Sächsischen Zapfenstreich" und schließlich im „Deutschen Zapfenstreich” gipfelt. Ganz nach dem Motto „Prosit Neujahr” gibt Heidemann außerdem einen Ausblick auf das bevorstehende Jahr. „Wir werden 2012 am Bundeswettbewerb im Landesgestüt Zelle teilnehmen”, erzählt er. „ Ich hoffe, am 1. Januar 2013 kann ich dann von großem Erfolg berichten.” (mpa)
 
Artikel aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" vom 03.01.2012.


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